Heutzutage trinkt man nicht mehr einfach nur schnöden Kaffee. Das jahrhundertealte Getränk ist schon lange zu einem Lifestyle-Produkt geworden, und auch rund um die Zubereitung ist es zu einem Kult gekommen. Der Barista ist ein Beruf, der in der Branche immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Barista – was bedeutet das?

Das Wort „Barista” kommt ursprünglich aus dem Italienischen und bedeutet so viel wie Barmann. Außerhalb Italiens versteht man darunter den „Kaffeekünstler an der Espressomaschine“. Ein guter Barista verfügt einerseits über umfangreiches Wissen zu Herkunft, Ernte, Röstung und Mahlung der Kaffeebohnen. Andererseits beherrscht er (und natürlich auch sie) mit einer ruhigen Hand auch die Latte Art, also die Kunst, beim Eingießen der aufgeschäumten Milch ein Gemälde zu erzeugen.

Doch neben diesem handwerklichen Know-How ist noch einiges mehr gefragt: Ein Meister seines Fachs schafft es auch, seine Gäste während der Zubereitung in seinen Bann zu ziehen und das Warten auf den Kaffee zu versüßen.

Offizielles Zertifikat

Das hört sich alles schön und gut an, aber es gibt ein großes Problem: Der Beruf des Barista ist nicht geschützt. Das bedeutet, dass sich eigentlich jeder so nennen darf. Auch eine staatlich anerkannte Ausbildung gibt es nicht. Wer sich gerne als Kaffee-Experte ausbilden lassen möchte, hat am ehesten die Möglichkeit, ergänzende Kurse und Seminare zu einer bestehenden Ausbildung in der Gastronomie oder Hotellerie zu belegen.

Dauer und Qualität der Angebote unterschieden sich jedoch erheblich. Manche Seminare gehen über wenige Tage, andere über Wochen. Wer einen seriösen Anbieter sucht, sollte zum Beispiel darauf achten, nach erfolgreicher Kursbeendigung ein Zertifikat des Europäischen Spezialitäten Kaffeeverbands SCAE zu erhalten.

Handwerk und Passion zugleich

Aber auch nach erfolgreicher Zusatzqualifikation gilt: Übung macht den Meister. So bedarf es doch einiger Zeit intensiven Trainings, um ein perfekter Barista zu werden.

Ein Traum vieler Barista ist, ein eigenes Café aufzumachen. Doch nicht jedem gelingt der Sprung in die Selbständigkeit. Viele Barista arbeiten als Angestellte in Restaurants, Cafés oder Kaffeebars. Der Verdienst ist dabei abhängig von der Stadt, dem Betrieb und der Qualifikation – zwischen sechs und zehn Euro die Stunde ist dabei die Regel.

Wer also gerne den Traum vom Kaffee-Experten leben möchte, muss sich eigene Wege der Ausbildung suchen und sollte sich im Dschungel von Angeboten nicht verlieren.

 

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