Liebe Hoteliers, bitte wacht auf! Ihr tut gut daran eure Bewerbungsprozesse zu optimieren – besonders, wenn die Prozesse kompliziert und langsam sind. 

Die guten alten Zeiten, in denen es noch ausreichte eine Stellenanzeige in der Zeitung zu veröffentlichen, sind leider vorbei.

Deshalb, liebe Hoteliers, wacht bitte auf: Der „War of Talents“ – der harte Kampf, um die besten Talente – ist in vollem Gange! Die Situation wird sich in den kommenden Jahren verschärfen. Nur wenn es Hotels schaffen, diese Herausforderung frühzeitig, innovativ und ganzheitlich zu meistern, können sie langfristig erfolgreich sein. Talente sind ein kritischer Faktor für den Erfolg eines Hotels.

Active Sourcing ist ein Konzept aus der Personalbeschaffung.

Ziel ist es, ein eigenes Netzwerk aus potentiellen Kandidaten aufzubauen und zukünftig aus diesem offene Stellen zu besetzen. Wenn man kurz Wikipedia fragt, erwähnt der Eintrag bei der Begriffsdefinition sogar noch zwei weitere wichtige Punkte: 1) den „persönlichen Kontakt mit potenziellen Bewerben“ und 2) „den Aufbau einer dauerhaften Beziehung zu den Bewerbern“.

Active Sourcing für Hotels? Ganz klar: Ja.

Letztes Jahr hat das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universität Bamberg und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg die Studie „Recruiting Trends 2018“ mit dem Themenschwerpunkt Active Sourcing & Social Recruiting veröffentlicht. Ein wichtiges Ergebnis gibt´s hier:

„Etwa jedes zehnte Top-1.000-Unternehmen hat einen Active-Sourcing-Prozess für die Kontaktaufnahme mit interessanten Kandidaten umgesetzt. Ein Viertel plant dies für die Zukunft. Im IT-Bereich sind es aktuell bereits drei von zehn Unternehmen, die einen Prozess für die Kontaktaufnahme mit interessanten Kandidaten haben. Ein weiteres Viertel plant eine Umsetzung für die Zukunft.“

Das Ergebnis der Studie ist eindeutig: IT-Unternehmen führen deutlich bei der Umsetzung eines Active Sourcing Prozess.

In der Hotellerie gibt es das noch gar nicht, da könntet Ihr liebe Hoteliers Vorreiter sein.

Die Studie zeigt ganz klar, das Active Sourcing eine sehr große Rolle in den nächsten Jahren spielen wird. Und IT-Unternehmen leben den Trend bereits jetzt vor: Jede fünfte Stelle in der IT wird ausschließlich über Active Sourcing besetzt. 

Je früher ein Betrieb mit Active Sourcing startet, desto größer ist natürlich bald das eigene Netzwerk. Und bald spart man zudem noch viel Zeit und Geld, denn man kann jederzeit auf das Netzwerk – vor allem für spätere Vakanzen – zu greifen. Eine Win-Win Situation quasi.

Mehr Infos zur Studie „Recruiting Trends 2018“:

Die Ergebnisse basieren auf einer empirischen Studie mit über 2.800 Stellensuchenden und Karriere-Interessierten. Die Studienteilnehmer konnten im Internet zwischen Mai und September 2017 teilnehmen. Bei der Unternehmensbefragung beteiligten sich 117 der 1.000 größten deutschen Unternehmen und 39 der 300 größten Unternehmen aus der IT-Branche.