Sogar vor der Finanzkrise mussten viele Hotels ihre Tore schließen. Hotels wechseln ihre Besitzer oder werden komplett auseinandergenommen und alles was nicht niet und nagelfest ist, wird verkauft. Die Frage ist, warum scheitern so viele Restaurants oder laufen schlecht? Die meisten scheitern nicht aufgrund eines Problems. Es ist meist eine Kombination aus verschiedenen Problemen, die irgendwann so groß werden, dass das Business nicht mehr gerettet werden kann. Wir haben für euch die 10 häufigsten Gründe, warum Hotels scheitern.

10 Gründe, warum die meisten Hotels scheitern:

1. Standort

Ein schlechter Standort ist einer der häufigsten Gründe für ein Scheitern eines Hotels. Schlechte Parkmöglichkeiten, kaum sichtbar, keine Erweiterungsmöglichkeiten etc. Oft liegt es nicht einmal an der Region selbst, sondern an der Position in der Region, die weiteres Wachstum verhindert.

2. Hotelier, der nicht arbeitet.

Wenn man ein Hotel besitzt, heißt das in den meisten Fällen auch, dass man dort arbeitet. Viele denken, sie setzen für den Front Desk einen Manager ein und für die Küche einen Küchenchef, welche dann den Laden am Laufen halten, während der Besitzer mit seinen Freunden an der Bar sitzt und Geldscheine sortiert. Falsch!

Das ist einer der größten Hotel Mythen. Wenn du Besitzer eines Hotels bist und nicht arbeitest, dann erhoff dir auch keine private Auszahlungen. Die meisten Betriebe können sich „tote Gehälter“ nicht leisten, zumindest nicht auf Dauer.

3. Schlechte Mitarbeiter einstellen.

Du stellst einen Küchenchef, Restaurantmanager oder Barmanager ein, weil diese super Referenzen und viel Erfahrung haben. Ein paar Monate später musst du feststellen, dass diese Manager sich ein gemütliches Leben gemacht haben und deinen Betrieb nicht weitergebracht haben. Einen Manager einzustellen ist okay, aber vertraue niemals jemanden hundertprozentig dein Geld und deine Reputation an. Sei dir bewusst, dass niemand sich so um dein Unternehmen kümmert, wie du es tust.

4. Steuerliche Probleme.

Viele Unternehmen zahlen ihre Steuern nicht pünktlich oder lassen sich diese stunden. Besorg dir einen Steuerberater, der dir genau sagt, was du in dieser Angelegenheit tun musst und zahl deine Steuern. Der Staat sitzt immer am längeren Ast und eine Konfrontation kostet nur Energie und führt meist zu nichts.

5. Schlechter Kundenservice.

Das ist einer der offensichtlichsten Gründe für ausbleibende Gäste. Kundenservice, gutes Essen, gute Ausstattung und freundlicher Service ist der integralste Bestandteil eines jeden Hotels. Aus diesem Grund solltest du immer nach Feedback deiner Kunden fragen und daraus schlussfolgern, was du besser machen kannst.

6. Dem Cash-Flow wird keine Beachtung geschenkt.

Cash ist King, egal was dir Banken und Kreditkarten Unternehmen auch sagen. Es ist entscheidend, dass du als Hotelbesitzer ein Auge auf den Cash-Flow wirfst. Geh sicher, dass du genug Cash hast um größere Ausgaben zu decken, wie Gehaltszahlungen, Investitionen, Bestellungen etc.

Wenn dein Kontokorrent in die roten Zahlen rutscht, wird es Zeit deine Ausgaben zu checken und gegebenenfalls zu kürzen.

7. Zu hohe Lohnkosten.

Ich erschaudere, wenn ich sehe wie viel Mitarbeiter in manchen Hotels herumstehen und das in Spitzenzeiten. Manche sitzen oder stehen herum und wissen nicht, was sie tun sollen. Rezeptionisten klicken gelangweilt an ihren Computer herum und der Barkeeper gähnt schon das vierte Mal, weil er nichts zu tun hat. Viele Manager in Hotels bekommen teilweise auch unverhältnismäßig hohe Gehälter. Versteh mich nicht falsch, Mitarbeiter in der Hotellerie gehören anständig bezahlt, aber es ist teilweise unverständlich, warum Manager das Doppelte im Vergleich zu einem Oberkellner bekommen. Kurz: Werdet unnötiges Personal los, motiviert euer vorhandenes Team und zahlt diesen anständige Gehälter, aber verzichtet auf nicht-finanzierbare Managergehälter.

8. Kein Marketing

Da es extrem viel Konkurrenz gibt und diese immer professioneller wird, ist es extrem wichtig, anständiges Marketing zu betreiben und eine eigene Reputation aufzubauen.

9. Kosten nicht kennen/verstehen.

Es ist extrem wichtig, dass du weißt, wie du den Preis für dein Produkt festlegst. Das ist der erste Schritt, um Profit zu machen. Speziell bei Lebensmittel muss man extrem aufpassen. Die meisten Leute wissen, dass Meeresfrüchte teurer sind als Huhn und Rind teurer als Schwein. Darüber hinaus machen sich jedoch die wenigsten Gedanken. Was berechnest du für Pasta, Salat, Dessert? Pass deine Preise deinen Kosten an.

10. Zu große Investitionen, bevor es überhaupt losgeht.

Es hängt vom Typ und Größe deines Hotels ab, aber die meisten geben vor dem Start bereits zu viel Geld aus. Versuch aus einfachen Mitteln viel zu machen. Es müssen nicht immer die teuersten Maschinen und die teuerste Einrichtung sein. Versuch dir vor jedem Kauf im Klaren darüber zu sein, was dir dieses oder jenes bringt. Überleg dir, ob du manche teure Sachen durch einfache, kostengünstige Sachen ersetzen kannst. Setz Leute erst auf deine Gehaltsliste, wenn es wirklich nötig wird. Das sollte so kurz vor dem Eröffnungstermin wie nur möglich sein.

Sei sparsam mit deiner Anfangsfinanzierung und behandle dieses Geld nicht so, als hättest du gerade im Lotto gewonnen.

 

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Bild: Kevin Dooley (flickr)