In unserer Interview-Reihe Restart Talks setzen wir uns passionierten Gastronomen & Hoteliers an einen Tisch und fragen nach:  Wie habt ihr den Lockdown erlebt? Was waren Hürden beim Restart? Und wie geht es euch eigentlich?

Dieses Mal haben wir bei den Vollblut-Gastronomen Julia und Constantin von Deines nachgefragt. Das Paar ist seit 2018 Geschäftsführer des prestigeträchtigen Falkensteiner Schlosshotel Velden in Kärnten, Österreich. Beide haben ganz klassisch eine Lehre im Gastronomie & Hotellerie gemacht - Constantin als Koch und Julia als Hotel-Fachfrau - und sich dann bis ganz nach oben hochgearbeitet. Hoteliers aus Leidenschaft sozusagen. Ihre Liebe zu dieser Branche wurde durch die Krise nicht erschüttert, sondern gestärkt.

Das Team ist das Allerwichtigste

„Für uns war während des Lockdowns ganz klar: Das bestehende Team bleibt und es wird niemand entlassen werden“, so Constantin von Deines. „Unsere Mitarbeiter sind das wichtigste Aushängeschild für unser Haus. In der Resort-Hotellerie musst du den Gast jeden Tag für 2 Wochen begeistern, nicht nur für ein Wochenende - ein eingespieltes Team ist also das Allerwichtigste.“ Da die Buchungslage derzeit sehr gut ist, soll das Team sogar von 100 auf 150 Mitarbeiter innerhalb der nächsten Monate erweitert werden. Diese Entwicklung ist auch das Resultat vieler gesetzlicher Neuerungen, wie personalisierter Frühstück Service oder zusätzliche Desinfektionsrunden, die sich nur mit mehr Personal bewältigen lassen.

Trainingstage, Fieberthermometer & Isolationszimmer

Um für den Restart gewappnet zu sein, wurden von der Falkensteiner Academy die „Covid19 Trainingstage“ für alle Mitarbeiter ins Leben gerufen. Während dieser beiden Tage wurden nicht nur Hygienemaßnahmen gepaukt, sondern auch Rollenspiele in diversen Hotel-Szenarien geübt. „Egal ob Check-Out, Room Service oder Housekeeping, wir haben alles durchgespielt. Gast und Mitarbeiter sollen sich so wohl wie möglich fühlen, aber wir wollen sie auch für die neue Situation sensibilisieren und um die neuen teilweise geänderten Rahmenbedingungen zu verinnerlichen. Das war und ist uns ein großes Anliegen“, meint Julia von Deines.

Neben Mitarbeiterschulungen wurden auch weitere Maßnahmen eingeführt, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. So wurde zum Beispiel ein eigenes sogenanntes Isolationszimmer eingerichtet. „Sollte sich ein Gast oder ein Mitarbeiter nicht wohl fühlen und die bekannten Corona-Symptome haben, kann dieser sich sofort isolieren und in einem eigenen Zimmer ausruhen. Es würden dann sofort Ärzte und Behörden benachrichtigt. Auch wenn es sich dann doch nur um eine Erkältung handelt sollte - sicher ist sicher!“, sagt Julia über die kreative Maßnahme.

Auch bei den Mitarbeitern wird auf die Gesundheit geachtet: Sobald ein Mitarbeiter seine Schicht antritt wird die Temperatur gemessen, 37,4 Grad sind dabei die Obergrenze.

Neuer Zusammenhalt

„Wenn du diesen Beruf liebst, dann ist es das schlimmste weggesperrt zu werden. Das haben nicht nur Julia und ich, sondern das ganze Team gespürt. Deswegen sind jetzt alle umso motivierter, dass jetzt alles glatt läuft. Eine zweiter Lockdown wäre nur schwer zu verkraften“, meint Constantin über den Restart. „Wir sehen einen enormen Zusammenhalt zwischen unseren Mitarbeitern. Während der Quarantäne wurde unser Team so richtig zusammengeschweißt. Es bewahrheitet sich also, dass jede Krise auch etwas Gutes hat.“

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