Eine starke Arbeitgebermarke hilft nicht nur Mitarbeiter zu finden und zu binden, sondern trägt auch signifikant zum Erfolg eines Unternehmens bei. So gilt besonders in der Hotellerie und Gastronomie, dass du Gäste nur dann glücklich machen kannst, wenn auch deine Mitarbeiter glücklich sind. Mitarbeiter geben deinem Unternehmen ein menschliches Gesicht und das nicht nur gegenüber den Gästen, sondern auch gegenüber potentiellen Mitarbeitern.

Viele Betriebe integrieren ihre Geschäftsführer und Manager bereits aktiv in ihre Marke. Sie transportieren Visionen, wecken Emotionen und haben einen deutlich höheren Identifikationsfaktor als eine abstrakte Unternehmensmarke. Sie zeigen der Öffentlichkeit, was das Unternehmen in der Praxis wirklich ausmacht, sie füllen Werte mit Leben, sind glaubhaft und nahbar. Doch warum nutzen viele Hotels und Restaurants dieses große Potenzial nicht mit allen Mitarbeitern gemeinsam aus? Vielen Betrieben aus unser Branche fällt es besonders im Rahmen der Arbeitgebermarke sehr schwer die eigenen Mitarbeiter in den Aufbau der Unternehmensmarke mit einzubeziehen. Doch gerade dort ist es besonders wertvoll, denn Manager und Geschäftsführer können viel über einen Betrieb erzählen. Was gibt es authentischeres als deine eigenen Mitarbeiter die von ihren Alltagserfahrungen aus deinem Unternehmen berichten können?

 

Warum brauchst du Markenbotschafter?

Im Kampf um qualifiziertes Personal müssen Gastro-Betriebe ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern. Dies ist nicht nur für den eigenen Betrieb wichtig, sondern auch für das gesamte Image der Branche. Seit dem Start von Bewertungsportalen und Buchungsplattformen haben die meisten Betriebe ihren Fokus rein auf den Gast gelegt. Doch heutzutage realisieren immer mehr Betriebe, dass sie in der Pflicht sind ihren Fokus auf ihre Mitarbeiter zu legen, um langfristig erfolgreich zu sein, neue Mitarbeiter zu gewinnen und zu behalten. Die Herausforderung der nächsten Jahre ist es, dein HR-Management zu optimieren und deine Mitarbeiter dabei aktiv mit einzubeziehen. Denn diese verfügen über den Einfluss, das Können und das Selbstbewusstsein, um deine Unternehmensmarke und die Branche in der Öffentlichkeit zu repräsentieren.

Als Arbeitgeber ist dies besonders ausschlaggebend, denn die Möglichkeiten der Kommunikation haben sich verändert. Mitarbeiter halten sich immer mehr in Netzwerken auf und haben es daher leichter als je zuvor sich mit gleichgesinnten Gastros aus der Branche zu verbinden und auszutauschen. Für die Betriebe bietet dies eine großartige Chance ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. Wenn die eigenen Mitarbeiter gegenüber anderen Gastros von ihren tollen Erfahrungen auf der Arbeit erzählen und Stolz auf Ihr Unternehmen sind, ist das die effektivste Werbung die du bekommen kannst.

Einige Betriebe haben es in ihrer Region bereits geschafft sich über ihre Mitarbeiter einen guten Ruf aufzubauen. Mit der zunehmenden Digitalisierung besteht heute die große Chance diese Mund-zu-Mund Propaganda der eigenen Mitarbeiter auch online umzusetzen und die Reichweite der eigenen Marke regional und überregional um ein Vielfaches zu erhöhen.

 

Dein Weg zu eigenen Markenbotschaftern

Mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer posten heutzutage aus ihrem Arbeitsalltag in sozialen und professionellen Netzwerken. Das Foto eines Mitarbeiters aus seinem Arbeitsalltag in der Küche oder im Service, das Video einer Firmenveranstaltung oder eine Geschichte aus dem Front Office. Mitarbeiter leben ihre Kommunikationsfreude aus, verfügen häufig über eine sehr professionelle Darstellung in der Öffentlichkeit und streben – wie wir alle – nach Anerkennung, die sie durch ihre Aktivität im Social Web erlangen wollen. Diese Eigenschaften kann jeder Arbeitgeber nur willkommen heißen und sie mit den folgenden 2 Schritten fördern:

 1. Promote deine Marke intern

Im Rahmen des Employer-Branding-Konzepts befasst sich ein Unternehmen, mit dem eigenen Image als Arbeitgeber und erarbeitet Maßnahmen, um seine Attraktivität zu erhöhen. Die Einbindung der Mitarbeiter, ihre Einschätzung und Ansprüche kennen zu lernen und darauf einzugehen, ist wesentlicher Bestandteil davon. Schließlich geht es nicht nur darum, zukünftige Mitarbeiter zu finden, sondern auch die jetzigen langfristig zu halten. Für diesen Prozess ist die interne Kommunikation und Unternehmenskultur entscheidend. Deine Mitarbeiter sollten stolz und begeistert vom eigenen Betrieb sein.

Nur wenn deine Mitarbeiter die Werte und Vision deines Unternehmens verstehen und immer über die aktuellen Entwicklungen informiert sind, können sie sich überhaupt zugehörig fühlen und öffentlich – auch im privaten Umfeld z.B. über Karrierenetzwerke– eine Verbindung zwischen sich und deinem Unternehmen herstellen. Dann nämlich senden sie nicht nur Nachrichten, sondern tragen tatsächlich die Unternehmensmarke nach außen. Das bedeutet weder, eine perfekte Arbeitswelt zu konstruieren, noch die Mitarbeiter für diese Öffentlichkeit zu verpflichten, sondern ihre heutige und natürliche Mitteilungsbereitschaft zu erkennen und im Sinne des Unternehmens zu fördern.

Dies gelingt jedoch nur, wenn sich die Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen identifizieren. Dann sind sie bereit, die Besonderheiten des Arbeitgebers öffentlich herauszustellen und eine Verknüpfung von Privatem und Beruflichem bewusst zuzulassen. Wenn der Mitarbeiter eine Aufwertung der eigenen Person durch den Arbeitsplatz erfährt, wird er sich gerne öffentlich über ihn äußern und dem Arbeitgeber eine unvergleichliche Empfehlung aussprechen.

 

 2. Mache es deinem Mitarbeiter leicht

Gib deinen Mitarbeitern Inhalte zum Teilen. Angefangen bei T-Shirts, die deine Mitarbeiter auch stolz in der Freizeit tragen, bis hin zu digitalen Inhalten und Geschichten aus deinem Unternehmen solltest du ihnen sowohl physisch als auch digital Inhalte an die Hand geben, die sie gerne und einfach teilen können.

Besonders zum Start wird es immer einige engagierte Mitarbeiter geben, die von selbst Inhalte schaffen und mit deiner Unternehmensmarke verbinden wollen. Jedoch kannst du mit einfachen Mitteln diese nicht nur fördern, sondern auch eine Vielzahl deiner anderen Mitarbeiter mitziehen. Je mehr Neuigkeiten und Informationen du ihnen gibst, je mehr Teamevents und besondere Mitarbeiterbenefits es gibt und je mehr Spaß sie an den Details des Alltags haben, desto mehr werden sie ihre Erfahrungen mit Stolz teilen.

Nimm ihnen zusätzlich die Angst etwas in digitalen Netzwerken zu teilen. Nicht jeder kennt sich mit Online-Plattformen aus und fühlt sich wohl etwas mit deinem Unternehmensprofil zu verbinden. Rege Sie aktiv dazu an und biete deine Unterstützung bei den ersten Posts an.

 

Ist jeder Mitarbeiter jetzt ein Markenbotschafter?

Wenn deine Mitarbeiter das Bewusstsein haben, dass sie der Spiegel der Unternehmenskultur sind, diese definieren und nach außen tragen wollen, werden sie zu Markenbotschaftern.

Die Frage, ob jeder Mitarbeiter einen Markenbotschafter darstellt, hängt also eher davon ab, ob er sich selbst so sehen möchte. Employer Branding heißt, die Interessen der Mitarbeiter zu erfragen und zu berücksichtigen. Die einen haben großes Interesse daran, sich öffentlich und persönlich zu positionieren andere Mitarbeiter sind ohnehin bereits unaufgefordert im Web unterwegs.

Bedeutet dies, du benötigst strenge Guidelines, um deine Mitarbeiter überprüfen?

Nein! Denn, wer sich freiwillig für den Arbeitgeber zu Wort meldet, wird einen eigenen Nutzen darin sehen, Spaß daran haben und seine Äußerungen vor diesem positiven Hintergrund gestalten. Und selbst weniger motivierte und überzeugte Mitarbeiter dürfen doch von dem Recht Gebrauch machen, von ihrem Arbeitsalltag zu berichten, solange sie dabei niemanden beleidigen bzw. vertrauliche oder falsche Angaben verbreiten – das gilt auch bei den traditionellen Kommunikationsformen.

Und damit stehen wir wieder am Anfang: im 21. Jahrhundert, dem digitalen Zeitalter. Es ist das Zeitalter der Eigenverantwortung. Als Hotel oder Restaurant ist es zur Pflicht geworden, dieses Verantwortungsgefühl des Einzelnen zu fördern. Habe also Vertrauen in deine Mitarbeiter, dass sie selbst entscheiden, worunter sie ihre Namen setzen wollen und wo nicht. Sie beherrschen die Technik und sie verstehen, wie Karrierenetzwerke funktionieren. Meistens tun sie das bereits deutlich besser und glaubwürdiger als jeder Manager!

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