Paco Perez hat mit seinen Restaurants nicht nur einige Michelin Sterne gewonnen, sondern experimentiert auch gerne mit den neusten Technologien. In einem seiner Restaurants, dem „La Enoteca“ in Barcelona versucht er gerade ein neues Gericht herzustellen.

Die Maschine sieht irgendwie aus, wie eine große Mikrowelle. Man klickt auf das Display und ein paar Minuten später hat man eine wunderschöne Dekoration auf seinem Teller. Nicht nur Teig, sondern auch andere Zutaten, wie Kaviar, Sauce hollandaise, Püree und Eier lassen sich in den 3D Drucker füllen, der daraus dann Gerichte zaubert.

Das ist kein Witz. Immer mehr Köche, vor allem im hochklassigen Bereich, versuchen mit 3D Druckern Gerichte herzustellen, die manuell gar nicht möglich wären. So werden momentan viele neue 3D Drucker designet, die speziell für den Food-Bereich gedacht sind.

Unendlich viele Designs

Der Drucker kann nicht nur Püree oder Kaviar drucken, sondern auch Schokolade, Pudding und ähnliche Zutaten. Die Zutaten werden einfach in nichtrostende Stahlkapseln gegeben, die danach gesäubert und wiederverwendet werden können.

Mit den richtigen Zutaten kann der Drucker Strukturen erstellen, die nur ein paar Zentimeter hoch sind und macht dadurch einzigartige Designs möglich. Nicht nur das, sondern man kann das ganze Gerät auch mit dem Internet verbinden und hat dadurch Zugang zu Tausenden neuen Designs und Gerichten. Eigene Gerichte können von überall auf der Welt hochgeladen werden.

Viele Top-Köche sind ganz gespannt auf diese Technologie. Nicht nur weil dadurch neue Kreationen möglich sind, sondern auch, weil dadurch gewisse Arbeitsschritte vollständig automatisiert werden können. Das Rollen und Formen von speziellen Brötchen für 200 Gäste ist somit Schnee von gestern.

Riesiger Markt

Nicht nur Paco Perez experimentiert mit dieser neuen Technik. Auch andere Top-Köche rund um die Welt, haben die Vorteile des 3D Druckers bereits erkannt. Es gibt deshalb schon zahlreiche Hersteller aus Europa und den USA, die sich bereitmachen, um den 3D Drucker massentauglich zu machen. Die Hersteller rechnen damit, dass der 3D Drucker bald Standard in den meisten Top-Küchen wird.

Doch nicht nur in professionellen Küchen, sondern auch im privaten Haushalt soll der Drucker einziehen. Deshalb wird jetzt schon an Drucker gearbeitet, die nicht nur drucken, sondern auch kochen können. Die Hausfrau oder Hausmann von morgen, muss also nur noch die Zutaten in die Maschine schmeißen und die Teller darunter stellen.

Tod der Kreativität?

Bei diesen technischen Neuerungen fragt man sich, was mit der menschlichen Kreativität passiert, wenn eine Software die ganze Arbeit erledigt?

Für Restaurantküchen werden solche Vollautomaten weniger interessant sein. Warum sollte man noch in ein Restaurant gehen, wenn man sich das gleiche Essen zuhause ausdrucken kann?

Im privaten Haushalt wird das auch wenig ändern. Leute, die selbst gerne kochen, werden das auch in Zukunft tun. Dort steht meist der Spaß im Vordergrund. Ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel. Für Kochfaule, die sich normalerweise Fertiggerichte kaufen, haben jetzt endlich eine Alternative :).

 

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