Studien beweisen, dass die volle Aufmerksamkeitsspanne eines Menschen auf circa 5 Minuten beschränkt ist. Dies heißt, dass 2-tägige Frontalseminare zwar sehr interessant sein können, unsere Aufmerksamkeit jedoch sehr limitiert ist, wodurch nach 30 Tagen im Schnitt 80 % der Inhalte wieder vergessen werden. Das Ziel sollte also sein die Zeit, das Geld und die Motivation weitaus besser zu nutzen. Und genau da kommt Microlearning ins Spiel.

Dieser Artikel gibt dir einen Überblick, was Microlearning ist, wie man es verwendet, welche Vorteile es hat und warum es unser Leben so viel einfacher macht.

Mit Frontalunterricht für’s Leben lernen – in der Schule funktioniert’s doch auch

Erinnerst du dich an dieses eine Fach in der Schule? Das eine, welches jeder gern hatte und wo jeder aufpasste. Auch wenn keiner wusste warum. Eigentlich ist es ganz einfach zu erklären: Interaktivität. Jeder Mensch ist anders und hat demnach auch eine andere Aufnahmefähigkeit. Wohingegen manche durch Zuhören am besten lernen, wollen andere Dinge anfassen oder sehen. Grundsätzlich gilt die Regel: Desto mehr Sinne beansprucht werden, desto mehr bleibt im Gedächtnis. Was hat dies jetzt mit Microlearning zu tun?

Was ist Microlearning überhaupt und was unterscheidet es von herkömmlichen Lernarten?

Microlearning beschreibt lernen in kleinen Portionen. Du kannst es dir als Fingerfood im Vergleich zum 8-Gänge Menü vorstellen. Ein Modul dauert normalerweise nicht länger als 5 Minuten und kann dadurch überall gelernt werden. Egal ob deine Mitarbeiter auf den Bus warten, beim Arzt sitzen oder daheim im Wohnzimmer sind. Microlearning ist zeit- und ortsunabhängig und regt Lerner zur Eigeninitiative an. Also eigentlich wie ein Happen Fingerfood.

Welche Vorteile hat Microlearning?

 1. Langfristigkeit

Seminare dauern im Schnitt wenige Stunden bis Tage. Die Inhalte sind interessant und relevant, doch die Konzentration fällt von Stunde zu Stunde und am Ende des Tages ist es meist schwierig noch etwas mitzunehmen. Micro Learning wirkt diesem Aspekt ganz einfach entgegen: Anstatt Wissen geballt zu vermitteln, wird es in kleine Blöcke aufgeteilt und in Modulen von maximal 5 Minuten wiedergegeben. Durch diese kleinen „Happen“ ist man ständig damit im Kontakt und vergisst so weniger, sprich, das Langzeitgedächtnis wird beansprucht. Fahrrad fahren hast du ja schließlich auch nicht an einem Tag, sondern durch viel üben über einige Tage hinweg gelernt.

 2. Überall, jederzeit

Egal ob Videos, interaktive Spiele oder Infografiken, eines haben sie alle gemeinsam: Du kannst sie vom Smartphone oder Tablet aus abrufen. Dies heißt du bist nicht mehr auf einen Computer, oder ein Klassenzimmer beschränkt, sondern kannst lernen, wo du willst und wann du willst.

 3. Lernen aus Eigeninitiative

Jeder Mensch hat andere Interessen und einen unterschiedlichen Wissensdrang. Microlearning bietet dir die Möglichkeit soviel zu lernen, wie du möchtest und am wichtigsten: Was du möchtest. Dir stehen Module in den verschiedensten Bereichen zur Verfügung. Egal ob du an sozialen Kompetenzen oder Weinbeschreibungen interessiert bist. Erinnerst du dich an dieses eine Fach in der Schule, dass dir absolut keinen Spaß gemacht hat und du es doch lernen musstest? Microlearning zwingt dich nicht, du hast die freie Entscheidungsmacht und Möglichkeit selbst zu lernen – das ist es, was zur Eigeninitiative anregt.

 4. Vor- und Nachbereitung

Erinnerst du dich an das Gefühl am Anfang deiner Karriere also du an einem Seminar teilnehmen wolltest um dich auszutauschen und du warst dir nicht sicher, ob dein Wissensstand ausreicht? Microlearning Module ersetzen den herkömmlichen Anspruchskatalog und bieten dir die Möglichkeit dich optimal auf jedes Seminar vorzubereiten oder dein Wissen einfach wieder aufzufrischen.

 5. Wischen, Scrollen und Co.

Vor allem Millenials wischen ihren Weg durchs Leben, egal ob fürs einkaufen, Musik, Videos, banking, Sport oder Nachrichten. Smartphones und Tablets geben dir auf Fingertipp alles wieder – egal wo, egal wann. Dies ist es, was die Geräte für Microlearning so interessant macht: Man hat sie immer dabei und in jeder Pause, im Bus, ja sogar beim Sport, einfach immer. Und sie geben dir die Chance interaktiv zu lernen. Bei Sprachenmodulen kannst du sprechen, hören und tippen, bei Videos ein Quiz beantworten, Fehler finden und korrigieren oder in Foren Lösungsansätze diskutieren.

 6. Der Preis

Workshops, Seminare und Schulungen kosten ein Vermögen. Vor allem wenn man in Betracht zieht, dass du nach 30 Tagen schon 80 % vergessen hast. Microlearning wirkt dem entgegen. Das Wissen ist dauerhaft verfügbar, für jedermann. Während manche Softwares gratis sind, zahlst du bei anderen nicht pro Lernenden, sondern einmalig für das Aufsetzen der Module mit all ihren Inhalten. Egal wofür du dich entscheidest. Sieh es als eine Investition in die Zukunft.

Es klingt zu perfekt und zu einfach für dich?

Wolltest du immer schon mal wissen, wie Schokolade richtig temperiert wird? Was hast du gemacht? Gegoogelt? Microlearning funktioniert nach dem selben Prinzip: Egal was dich interessiert, das Wissen muss per Fingertipp verfügbar sein, sofort, überall. Außerdem hast du die Chance das zu lernen, was dich wirklich interessiert? Du willst wissen, wie Kaviar hergestellt wird? Wie man Algen zum Kochen verwendet? Oder wie man die Interaktivität von Email Kampagnen messen kann. Hier hast du die Information auf Fingerklick.

Eignet sich Microlearning auch für deinen Betrieb?

Wollen deine Mitarbeiter Neues lernen und du willst sie dabei unterstützen? Egal wo sie sind? Microlearning gibt euch die Möglichkeit, interaktiv immer und überall euer Wissen zu erweitern und aktiv am Lernprozess teilzunehmen.

Welche Arten von Microlearning gibt es und wofür eignen sie sich?

  1. Du willst Lernunterlagen interaktiv gestalten und bevorzugst learning by doing: App
  2. Du bevorzugst kurze visualisierte Szenarien: die Lösung ist keine Hexerei: Videos
  3. Du willst nicht nur visualisierte Szenarien, sondern auch Fragen beantworten, um das Gelernte gleich zu testen? – Versuchs doch mit interaktiven Videos
  4. Dir ist es wichtig, Lösungswege von Anfang bis zum Ende grafisch darzustellen? –Whiteboard Animationen helfen dir dabei
  5. Du hast Inhalte, die schwierig zu visualisieren sind? – Probier doch mal die kinetisch textbasierende Animationen (du kennst du sicher animierte PowerPoint Folien oder?)
  6. Deine Inhalte bestehen aus Checklisten, Factsheets und doch willst du das Ganze interaktiv gestalten: Interaktive PDF’s sind die Lösung
  7. Du hast wenig Text, viele Bilder und willst sie klar verständlich darstellen? – Schon mal Infografiken ausprobiert?
  8. Mittlerweile hast du genug Inhalte? – Fass sie doch in einem eBook zusammen
  9. Für dich ist learning by doing der einzig wahre Weg? – Gamification hilft dir dabei

Wie bringst du Microlearning auch in dein Unternehmen?

Das wohl Wichtigste: Mach dir Gedanken, was du vermitteln möchtest. Für Sprachen eignen sich zum Beispiel eine Mischung aus schreiben, sprechen und hören. Um das Ganze aufzulockern, ist eine spielerische Umsetzung sehr wichtig. Dies können zum Beispiel digitale Memorykarten oder Bilder sein. Bei der Röstung von Kaffee hingegen, eignen sich vor allem Videos oder interaktive PDF’s. Um Microlearning in deinem Betrieb zu implementieren, solltest du dir zuerst überlegen was genau du deinen Mitarbeitern vermitteln möchtest. Abhängig davon kommen verschiedene Lernarten in Frage. Weiters ist es wichtig einen genauen Plan zu erstellen. Ein Plan hilft dir das Lernziel in mehrere Module zu unterteilen. Nach jedem Modul sollen deine Mitarbeiter die Möglichkeit haben, das Gelernte anzuwenden und so die Theorie gleich praktisch umzusetzen. Zu guter letzt solltest du auch einen Zeitplan erstellen: Nach welchem Zeitraum soll der erste Meilenstein erreicht werden? So behältst auch du einen Überblick über den Lernerfolg.

Egal ob du deine Mitarbeiter in Sachen Sicherheit, Käse oder Kräuter schulen möchtest. Microlearning bietet für jedes Thema eine passende Lösung.

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