Gordon Ramsay ist eigentlich bekannt für seine Ausraster und Wutanfälle in der Küche. Er ist der Letzte, von dem man aufbauende Worte oder einen freundlichen Ratschlag erwarten würde. Doch genau den hat ein junger Koch von ihm bekommen, nachdem er Gordon Ramsay im Internet um Unterstützung gebeten hat.

Was wollte der Koch von Ramsay?

Dieser junge Koch scheint in seiner Karriere an einen Punkt gekommen zu sein, an dem er nicht mehr weiter kam und immer wieder an seine Grenzen stieß. Er schrieb Ramsay: „Ich arbeite derzeit in einem guten Restaurant und gebe Vollgas in der Küche, Stunde für Stunde, Tag für Tag. Ich habe meine Träume aus den Augen verloren, während ich ein Stück Lachs nach dem anderen bearbeite und einen Topf Birnen nach dem anderen schäle.“

„Die Momente in denen ich mich ansatzweise glücklich fühle sind die, wenn ich am Ende des Abendservices noch einmal durch das Restaurant gehe und die letzten Gäste ihre Petit Fours zum Nachtisch essen, die wir in der Küche den ganzen Tag lang möglichst perfekt zubereitet haben. Manchmal pausieren die Gäste dann ihre Unterhaltung, schauen von ihrem Teller auf, sagen ‚Danke Chef, das schmeckt wirklich gut!‘, und machen dadurch die letzten 14 Stunden Schufterei lohnenswert.“

„Meine Frage ist jetzt, wie du damit umgegangen bist? Wie zum Teufel soll man mit all dem fertig werden, Gordon?“

Dieses Gefühl hat fast jeder Koch an irgendeinem Punkt schon einmal erlebt und das war auch der Grund warum Ramsay sich die Zeit nahm, auf diese Frage zu antworten und seine Erfahrungen mit dem jungen Koch zu teilen.

Hier ist seine Antwort:

„Junger Mann, das ist eine sehr gute Frage.

Als erstes: Ich kann mich sehr gut in dich hineinversetzen und ich weiß, wie du dich fühlst. Was du jetzt machen musst, ist dir eine Pause zu nehmen.

Als ich damals in der gleichen Situation war, habe ich gerade ein Training in Paris absolviert und bekam dort in einem der besten Restaurants der Welt den Ar*** versohlt. Ich nahm mir die Zeit und entschied mich danach dazu, für eine Weile Privatkoch auf einer Yacht zu werden. In diesen 6-9 Monaten versuchte ich mich zu erholen.

Zuvor hatte ich mich jeden Tag abgeschuftet, genau wie du.

Auf diesem Level zu kochen ist extrem anstrengend. Also gib nicht auf! Nimm dir den ein oder anderen Monat frei und sei dabei ehrlich zu dir selbst. Nach diesen Monaten empfehle ich dir, hart zu arbeiten und dich von deinen Träumen und deinen Erwartungen an dich selbst nicht einschüchtern zu lassen. Schau positiv in die Zukunft und entdecke die Welt!

Das ist das Wichtigste und gleichzeitig das Schönste am Beruf Koch – Es kann sein, dass du am Ende hier bei mir in Atlantic City arbeitest. Genauso gut kannst du aber auch die Welt bereisen und überall auf diesem Planeten arbeiten. Ich würde dir empfehlen einen Monat lang Abstand von der Küche zu bekommen und nach vier oder fünf Wochen wieder durchzustarten.

Hör mir zu: Wenn du mir deinen Lebenslauf schickst, dann schau ich was ich machen kann und vielleicht kann ich dir einen Job in einem meiner Restaurants anbieten, damit du neue Erfahrungen sammeln, andere Dinge sehen und neue Interessen entdecken kannst.

Gib niemals auf! Habe keine Angst davor, dir eine Pause zu gönnen. Ich habe es selbst getan, die Welt bereist durch Sardinien, Sizilien und dabei die großartigste Zeit meines Lebens gehabt. Was ich daraus gelernt habe ist, dass ich in einigen Stunden Arbeit auf einer Yacht das gleiche verdienen kann, wie in 13 oder 14 Stunden in einer professionellen Küche. Das bestätigt, was passieren kann, wenn du in ein neues Umfeld gehst. Es zeigt, wie stark du wirklich bist!“

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