Ja wir sind der festen Überzeugung, dass Frauen hinter den Herd gehören. Aber nicht so, wie du vielleicht jetzt denkst. Unter den „World’s 50 Best“ gibt es nur 2 Restaurants, mit Frauen als Küchenchefs. In einer durchschnittlichen Berufsschulklasse sitzen 16 Jungen und nur 4 Mädchen. Doch warum erinnern sich die meisten von uns an die herausragenden Kochkünste unserer Großmütter, aber kaum an weibliche Vorbilder in der Spitzengastronomie?

Frauen gehören an die Spitze

Nein, das soll jetzt kein Artikel darüber werden, dass wir unbedingt Quoten brauchen und mit aller Macht Frauen in diesen Beruf bekommen sollen. Es geht auch nicht darum, dass Frauen bei der Karriere gegenüber Männern bevorzugt werden sollen und nein, wir wollen auch nicht schon wieder über den leider vorhandenen Sexismus in der Küche schreiben. Nicht hier und nicht jetzt.

Dieser Artikel soll zum einen ein Bewusstsein schaffen und zum anderen Frauen motivieren, und ihnen zeigen, dass sie es bis nach ganz nach oben in der Küchenhierarchie schaffen können.

Wenn man sich die harten Zahlen ansieht, dann steht der Lehrberuf Koch nicht einmal so schlecht da. In Österreich und Schweiz besteht das durchschnittliche Küchenteam mittlerweile aus 36% Frauen. Nur in Deutschland ist es um einiges schlechter. Dort findet man nur 23% Frauen hinter den Küchentresen.

Doch warum gibt es im Verhältnis dazu nur so wenige Sterne-, Hauben- und Fernsehköchinnen?

Die Küche ist ein hartes Pflaster. Es ist laut, es ist heiß und meistens wird nicht gerade zimperlich miteinander umgegangen. Schimpfwörter und Beleidigungen stehen auf der Tagesordnung. Obwohl ich glaube, dass sich auch das ändern muss, ist das der Status Quo. Viele sagen, dass Frauen das nicht aushalten können. Bullshit! Ich kenne viele Köchinnen, die teilweise sogar härter im Nehmen sind, als deren männliche Kollegen. Sie ertragen manchmal härtere Beleidigungen und Beschimpfungen und bleiben trotzdem standhaft. Es gibt genug Männer, die vorher das Handtuch werfen.

Köchinnen brauchen Vorbilder

Mittlerweile schließen an den wirklich guten Kochschulen teilweise mehr Frauen, als Männer die Ausbildung ab. In der Lebensmittelindustrie insgesamt sind die Frauen in der Überzahl. Leider gibt es zu wenige weibliche Vorbilder in der Industrie. Es wird ständig über die Jamie Olivers und Gordon Ramsays geschrieben. Oder die TV-Köche, die man im deutschen Fernsehen antrifft.

Es braucht mehr Vorbilder für Frauen in der Küche. Nicht nur im Fernsehen, sondern auch unter den Spitzenköchen des Landes. Sarah Wiener ist ein Beispiel aus dem deutschsprachigen Raum. Sie hat sich mit mehreren Gelegenheitsjobs durchgeschlagen, bis sie schließlich im Restaurant ihres Vaters in Berlin landete. Heute hat sie ein kleines Imperium mit mehreren Restaurants und TV-Sendungen und Büchern aufgebaut.

Die Schwedin Britt-Marie Stegs hat das erste mobile Schlachthaus Europas eingeführt. Die Ware, die sie verarbeitet findet man heute in hochpreisigen Supermärkten. Durch die Barcodes ist das Fleisch bis zum Bauern zurück verfolgbar. Die Dänin Susanne Hovmand hat ihren elterlichen Bauernhof vor dem Bankrott gerettet und in das größte Biogut des Landes umgebaut. Der dort hergestellte Käse, erhält eine Auszeichnung nach der anderen und wird bis in die USA exportiert.

Und nicht zuletzt Dominique Crenn, die gekürte beste Köchin der Welt, zeigt uns, dass auch für Frauen alles möglich ist. Doch es braucht solche Vorbilder an denen man sich orientieren und motivieren kann.

Sales, Sales, Sales.

Viele Köche sind getrieben von ihrem Ego und der Sehnsucht nach Ruhm. Die männlichen Köche scheinen es hier einfacher zu haben. Sie lieben es sich zu präsentieren und die ganze Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Frauen sind hier meist zurückhaltender und bescheidener. Übertriebenes Prahlen liegt meist nicht in ihrer Natur.

Doch es gibt keinen Grund Bescheiden zu sein. Es gibt keinen Grund sich zu verstecken. Es gibt unzählige Köchinnen, die unglaubliches Talent haben und hart arbeiten. Es gibt genug Köchinnen, die das Zeug haben einen Küchenchef Posten zu übernehmen oder sogar mehrere Küchen zu leiten. Viele stellen sich einen Küchenchef als schreienden und brüllenden Egomanen vor. Doch muss das auch in der Zukunft gelten?

Köche sollen an ihren außergewöhnlichen Gerichten und kreativen Kreationen gemessen werden und nicht an der Größe ihres Egos. Gronda hat eine Plattform geschaffen, bei der alle Gastronomen zeigen können, was sie draufhaben und ihre Karriere voranbringen können.

Liebe Frauen, seid selbstbewusst und zeigt, was ihr draufhabt. Lasst euch nicht unterkriegen, denn ihr gehört nicht nur in die Küche, sondern auch an die Spitze.

 

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Bild: Chris Ford (flickr)

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