Sowohl in der Hotellerie als auch Gastronomie gibt es Portale, über die Reisen gebucht oder Tische reserviert werden können. Das ist toll für Reisende und Restaurantgäste, nicht immer aber für Hotels und Gastronomiebetriebe.

Die Abhängigkeit von Buchungsportalen

Buchungsportale. Auf den ersten Blick sind sie ein Segen für die Hotellerie. Ist ein Hotel auf booking.com, Expedia oder HRS gelistet, profitiert es immens von der Reichweite des jeweiligen Partners. Hier kann man vergleichen, es gibt günstige Preise und es tummeln sich die Reiselustigen. Auf den zweiten Blick offenbart sich jedoch ein großes Problem. Nicht nur zahlen Hotels hohe Provisionen an die Portale, auch wird ihnen untersagt die Portalpreise zu unterbieten. Das bedeutet: Den günstigsten Preis für eine Reise finden Reisenden stets auf einer Plattform – nie aber auf der Hotelseite selber. Die Folge dieser Geschäftsbedigung: Jedes Hotel, das auf einem Portal gelistet wird, profitiert von der Reichweite dieses Partners. Gleichzeitig verliert es seine Unabhängigkeit und kann nicht einmal die eigene Preisgestaltung nach Bedarf anpassen. Noch bedenklicher: Schaltet sich ein Portal zwischen Reisenden und Hotel, verliert letzteres zudem die Möglichkeit direkt mit seinen Gästen zu kommunizieren.

Die Hotellerie ist in den vergangenen Jahren in eine Falle getappt. Die meisten Häuser haben den Versprechen der Buchungsportalen geglaubt, ohne dabei an die Zukunft zu denken. Schon seit einiger Zeit werden Stimmen laut, die die Macht der Portale kritisieren. Hotels verstehen mehr und mehr, dass sie etwas für die eigene Unabhängigkeit tun müssen. Erst kürzlich berichtete die New York Times über die Widerstände und Ideen von Hotelliers, die Reisende dazu bewegen sollen, trotz höherer Preise auf der Hotel-Homepage zu buchen.

Wie die Gastronomie eine Abhängigkeit verhindert

Wo sich Hotelliers heute ihre eigenen Rechte und Gäste zurück erkämpfen müssen, steht die Gastronomie noch ganz am Anfang. Auch bei Restaurants ist es zunehmend möglich online einen Tisch zu reservieren. Der Anteil an Online-Buchungen nimmt zu, was darauf hinweist, dass Gäste diesen Service durchaus befürworten. Auch für die Gastronomie haben sich in den letzten Jahren Portale entwickelt. Sie bieten Restaurants, ähnlich wie booking.com, Expedia und Co., eine reichweitenstarke Plattform und erheben im Gegenzug eine Gebühr für einzelne Buchungen. Auch diese Portale schalten sich “dazwischen”. Informationen, die bei jeder Reservierung angegeben werden müssen (also z.B. eine Email-Adresse oder eine Telefonnummer), speichert das Portal und verwendet diese für eigene Zwecke. Die Kommunikation zwischen Gast und Restaurant findet nicht statt. Oder anders: Sie kann nicht stattfinden.

Um zu verhindern, dass sich in der Gastronomie die Geschichte rund um die Abhängigkeit von Portalen wiederholt, müssen Restaurantbesitzer heute die entscheidenen Grenzen ziehen. Sie können sich das natürliche “Buchungsverhalten” zu Nutzen machen und Online-Reservierungen auf der eigenen Webseite annehmen – ohne ein Portal dazwischen zu schalten. Indem Restaurants ihre eigene Homepage als Marketingkanal und Basis für Reservierungen nutzen, stärken sie ihren eigenen Direktvertrieb. Noch besser: Gästeinformationen, die bei Reservierungen anfallen, werden nicht von einem Portal abgefangen, sondern landen direkt beim Gastronomen. Auch für Restaurantgäste ist diese Herangehensweise von Vorteil. Ihre Daten landen nicht in dem Datenbecken eines externen Dienstleisters.

 

 

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