In der Küche wird geschrien, der Kellner lässt ein ganzes Tablett fallen, der Gast beschwert sich: Das Leben in Gastronomie und Hotellerie kann teilweise echt nervenraubend sein. Und zusätzlich zu dem bereits vorhandenen Stress, gibt es nun auch Corona und die damit verbundenen Ängste.

Wie wir alle am eigenen Leib spüren, gehören Gastronomie und Hotellerie zu den Branchen, die von den Corona-Auswirkungen am härtesten getroffen wurden. Und logischerweise spüren das auch deine Mitarbeiter. Laut einer Publikation der UN zum Thema „Stress durch Corona“, steigt die Zahl der psychischen Erkrankungen sowie Burn-Out Patienten rasant an. Dafür gibt es viele Gründe: Die UN-Experten nennen als mentale Belastungsfaktoren die Sorgen um Arbeitsplatz und Lebensunterhalt, sowie die eigene Gesundheit und die durch die Corona-Auflagen erzwungene Trennung von Freunden und Familie.

Chronischer Stress macht sich mit diesen Symptomen bemerkbar:

  • sinkende Leistungsfähigkeit
  • Zunehmende emotionale Distanz
  • Emotionale und physische Erschöpfung
  • Aufgaben werden nicht mehr erledigt
  • Offensichtliche Traurigkeit
  • Gereiztes Verhalten

Sollten diese Symptome bei einem deiner Mitarbeiter sehr stark auffallen, dann kannst du folgende Wege einschlagen:

#1 Suche das Gespräch

Frag erst mal nach, ob deinen Mitarbeiter etwas belastet oder ob es etwas gibt, worüber er/sie sprechen will. Im ersten Moment werden viele vielleicht davor zurückschrecken, ihre Gefühle zu teilen; dennoch bleibt beim Betroffenen das Gefühl, das er/sie nicht unsichtbar ist und man die Lage ernst nimmt.

#2 Reduziere zusätzlichen Stress

Setze deinen Mitarbeiter nicht zusätzlich mit neuen Forderungen, Aufgaben oder Zielen unter Druck. Gestresste Personen haben oft Schwierigkeiten damit, bereits bekannte Aufgaben zu erledigen. Wenn also dein Koch im Dauerstress ist, bitte ihn nicht genau jetzt darum die gesamte Speisekarte zu ändern.

#3 Motiviere mit Lob

Bau Selbstzweifel deines Mitarbeiters ab, indem du besondere Fähigkeiten hervorhebst und Lob erteilst. Auch das Aufzählen von bereits Erreichtem hilft.

#4 Die Sache ernst nehmen

Das wahrscheinlich Schlimmste, was einem gestressten Menschen widerfahren kann, ist es nicht ernst genommen zu werden. Aussagen wie „Ach, so ging es mir auch schon, so schlimm ist das nicht“ oder „Stell dich nicht so an“ können irre verletzend sein. Hör genau zu - oft wollen Betroffene keinen Ratschlag, sondern nur Verständnis und ein offenes Ohr.

 

Solltest du selbst auch von chronischem Stress betroffen sein, so kannst du dich an diverse Hotlines wenden. Hab keine Scheu davor, Hilfe zu suchen.

Burn-Out Prävention Österreich: 142
Telefonseelensorge Deutschland: 0800/1110111 oder 0800/1110222
Die Dargebotene Hand Schweiz: 143

 

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