Mein Weg zum Erfolg

Aufsteiger-Koch über seine 11 Prinzipien zum Erfolg

Von 26. Februar 2016 Keine Kommentare

Mein Name ist Klemens Schraml und ich bin leidenschaftlicher Koch. Schon seit ich denken kann, bin ich in der Gastronomie tätig, doch war es für mich nicht selbstverständlich dort zu bleiben. Ich bin in einem Wirtshaus in Grossraming / Oberösterreich aufgewachsen, was nicht einfach war. Denoch habe ich meine Berufung in der Gastlichkeit gefunden und bin jetzt Küchenchef eine Sterne Restaurants. In den folgenden Zeilen möchte ich euch über Fähigkeiten erzählen, die mir zum Erfolg geholfen haben.

Sehr oft werde ich gefragt von wo ich meine konstante Motivation schöpfe. Schon immer haben mich Gentlemen fasziniert. Sie bewältigen Situationen mit einer Professionalität, Gelassenheit, Klasse und immer mit größtem Respekt anderen gegenüber. Um meinen bisherigen Weg zum Erfolg zu erklären, braucht es nicht viel. Keine Regeln, kein Standartverfahren, kein Geheimrezept. Nur einige einfache Prinzipien. Ich liebe es mit kleinen Impulsen, Wellen auszulösen. Schon als Kind war ich ein begeisterter Steinewerfer um flache Steine mehrmals auf der Wasseroberfläche „aufplattln“ zu lassen. Deshalb möchte ich euch meine Prinzipien zum Erfolg vorstellen.

Meine 11 Prinzipien zum Erfolg

1. Kleine Impulse können große Wellen schlagen &

2. Bewegung entsteht aus Neugier

Neue Eindrücke verändern die Gedanken. Innovative Ideen sind genauso wichtig wie Kontinuität. Die Neugier ist wie eine Triebfeder in die Zukunft.

3. Wenn du etwas machst, dann mach es so gut du kannst, alles andere ist Zeitverschwendung

Wer jung bleiben will, muss sich bewegen. Das hat mein früherer Turnlehrer schon immer gesagt. Dieser hat mir auch das dritte Prinzip gelehrt: „Wenn du etwas machst, dann mach es so gut du kannst, alles andere ist Zeitverschwendung“. Dafür bin ich dankbar und behalte ihn in guter Erinnerung. Man muss nicht immer 120% geben. Man sollte sich alles so zurecht legen, dass man 100% über einen längeren Zeitraum geben kann. Wir sind Teil der Natur dieser Erde und es ist nun mal, dass das Leben mehr aus, geben, als aus Nehmen besteht. Gibt man wiederum zu viel kann man keine Kontinuität an den Tag legen.

4. Mach deine Probleme nicht zu den Problemen anderer &

5. Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude

Kümmere dich um dich selbst und schau, dass du deine Aufgaben erledigst. Dabei sollte man nicht vergessen Hilfe anzunehmen. Dabei geht es nicht darum, sich anderen aufzudrängen, oder zu versagen, sondern, um von Fähigkeiten anderer zu profitieren.

6. Nur jener der nichts tut, macht keine Fehler

Manche Situationen in unseren Leben sind schwierig und unangenehm, doch mit diesen Prinzipien habe ich bis jetzt alle diese Situationen gut bestanden. Man sollte sich selber Sicherheit schaffen, um Verantwortung zu übernehmen.

7. Wer die Geschichte nicht kennt, ist dazu verdammt diese zu wiederholen

Dieses Prinzip hat mir mein Vater gelehrt. Man kann aus gemachten Fehlern lernen, aber dazu muss man diese auch kennen. Die Geschichte des Kochens ist besonders. Es handelt vom kulinarischen Erbe, von den unterschiedlichen Kochstile, die sich nacheinander abgelöst haben. Essen erzählt immer von Kultur und ist gelebte Tradition. Gute Köche sollten sich deshalb auch mit der Kultur des jeweiligen Landes auseinandersetzen, damit sie wissen, warum dort so gekocht wird.

8. Nur der, der sich königlich benimmt, wir auch königlich behandelt

Dieses Prinzip erklärt sich sehr gut von selbst. Behandle andere wie du selbst behandelt werden willst.

9. Der Blickwinkel ändert die Gegebenheit in seiner Oberfläche

Manchmal gibt es Momente, an denen man nicht mehr weiter weiß. Hier lohnt es sich einen Schritt zurück zu machen, kurz inne zu halten und die gesamte Situation von einem anderen Blickwinkel zu betrachten. So kann man den Weg zu einem vorher gesetzten Ziel besser erkennen.

10. Professionell ist, Effizienz und Effektivität in harmonischer Waage zu halten

Man kann nur objektiv bewerten, wenn man auf seine eigenen Ziele fokussiert ist. Man darf sich nicht ablenken lassen oder schlimmer noch: Andere ablenken. Ich organisiere mich und versuche meine Gedanken so zu ordnen, wie mein Büro und umgekehrt. Das Büro ist mein Sprachrohr zur Gedankenumsetzung. Ich behandle und verwerfe Ideen, erledige Aufgaben und setze alles in kurz-, mittel-, und langfristige Ziele. So erhalte ich kurz-, mittel-, und langfristige Erfolge die ich mit meinem Team teilen kann.

11. Die Zielsetzung entscheidet über die Größe deiner Schritte

Hier kommt das Herz und der Bauch ins Spiel. Man muss entscheiden, wie groß die Schritte gemacht werden sollen oder müssen. Damit ich richtige Entscheidungen treffen kann, muss ich in meiner Mitte stehen. Wenn man alle Prinzipien nochmal überdenkt erkennt man einen Kreislauf, ein harmonisches Zusammenspiel aus Faktoren, die letztendlich eine nicht perfekte Kugel ergeben. Eine störbare, ungleichmäßig, vielfältige Harmonie, wie in der Natur so üblich. So, wie es seit unseren Urtagen in uns verankert ist.

 

Diese 11 Prinzipien liefern dir die Erklärung für viele Zusammenhänge und ist ein grobfasriger Leitfaden für deinen eigenen Erfolg.

Mit diesen Prinzipien bin ich bis jetzt weit gekommen. Mit 25 Jahren bin ich Küchenchef eines der weltbesten Hotels, in einer der schönsten Umgebungen. Ich habe einen Freundeskreis mit vielen außergewöhnlich tollen Menschen an Bord.

Mein Beruf ist Berufung und es fühlt sich so an als wäre ich immer wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Die Küche, die ich produziere folgt diesen Prinzipien. Geschmack, Textur, Design, Ökonomie, in dieser Reihenfolge. Ich bin ein Mensch, einfach und ehrlich, so auch meine Kunst, der Spiegel der Seele.

Sobald man es wahrnimmt und keine Angst hat, ist das Leben vielfältig und faszinierend, und das sollte man nutzen, so gut man kann.

Dieser Text soll keine Anleitung zum Erfolg sein, kein Rezept. Einfach nur ein Eindruck, wie Ich die Dinge angehe und mir vorstelle. Um das Ganze abzurunden denkt noch an eines. „Es kommt im Moment nicht darauf an von wo das Problem stammt, oder wer dieses auslöste, es kommt nur darauf an, wie man damit umgeht“.

Ich wünsche mir euch mit diesem Text etwas motivieren zu können. Euch neugierig zu machen und vor allem auch Faszination für so zirka alles auszulösen, was euch Spaß macht. Also steht auf und lebt euer Leben. Das meine wird von Familie, Freunden und dem Kochhandwerk bereichert.

 

Regards

Schraml Klemens

 

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Klemens Schraml

Autor Klemens Schraml

Klemens wurde im Dezember 1990 Steyr/Oberösterreich geboren. Er verbrachte seine Kindheit in einem Wirtshaus in Großraming. Eine sehr ländliche Gegend. Während der Schulischen Ausbildung machte Klemens seine ersten Erfahrungen in anderen Küchen in Form von Praktiken. Deuring Schlössle in Bregenz, Weißes Rössl am Wolfgangsee, Alpenhotel in Kitzbühel waren seine ersten Anlaufstellen der gehobenen Gastronomie. Seine grundsätzlich Begeisterung für die Regionen der Alpen wurde in dieser Zeit stark angefacht. Nach einigen Praktiken in der Sterne Gastronomie, Bei Metzgereien und Käsereien, arbeitet er zurzeit in der Mountain Lodge The Omnia in Zermatt.

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