Kellner sind das Gesicht des Restaurants. Wenn etwas schief geht, müssen sie die Nachricht überbringen und sie sind jene, die den Ärger des Kunden zu spüren bekommen. Sie sind da um zu helfen, aber viele Gäste machen den Job des Kellners nicht leichter. Meist ohne es zu wissen. Folgend 30 Dinge, die dich jeder Kellner wissen lassen will (Teil 1):

15/30 Dinge, die dich jeder Kellner wissen lassen will, bevor du sein Restaurant betrittst:

  1. Dein Platz ist kein Zufall.

    Basierend auf Mitarbeiter Rotationen, ausstehenden Reservierungen und Restaurantpolitik (z.B. keine 2 Personen auf einen 4er Tisch), gibt es einen strategischen Grund, warum du da sitzt, wo du sitzt. Während du den Anspruch erhebst zu sitzen, wo du willst, solltest du wissen, dass es nicht persönlich gemeint ist, wenn man dich neben die Küche und nicht neben das Fenster setzt.

  2. Unterbrich niemals den Kellner während der Begrüßung.

    Dein Kellner will dich einfach nur willkommen heißen, dir seinen oder ihren Namen sagen auf den du später Bezug nehmen kannst und dich fragen, ob du die Spezialangebote hören willst. Es ist unhöflich zu unterbrechen – Deine Getränkebestellung kann 30 Sekunden warten.

  3. Wenn du es eilig hast, dann sag das sobald du ankommst.

    Zuallererst: Wenn du es eilig hast, dann überleg dir nochmal, ob du wirklich in einem Restaurant essen willst oder nicht. Wenn du doch entscheidest in ein Restaurant zu gehen und du unter Zeitdruck stehst, dann sag es gleich zu Beginn. Dadurch kann man deine Bestellung vorschieben und die Küche darum bitten dein Gericht zuerst zu machen.

  4. Wenn du einem Kellner sagst, dass du bereit zum Bestellen bist, dann sei auch bereit.

    Hab keine Angst davor nach mehr Zeit zu fragen, falls du noch nicht bereit mit deiner Bestellung bist. Die Zeit, die Kellner warten bis du entscheidest, könnte dazu genutzt werden um andere wartende Kunden zu bedienen.

  5. Falls du andere Zutaten möchtest, dann bestell diese direkt mit dem Menü.

    Wenn du etwas Zusätzliches zu deinem Essen möchtest, wie eine Beilage oder ein Dressing, dann lass es den Kellner während deiner Bestellung wissen. So passiert alles zu einem Zeitpunkt. Es spart Zeit und erspart deinem Kellner eine extra Runde, wenn dein Essen ankommt.

  6. Schau den Kellner an wenn du bestellst.
  7. Lass andere für sich selbst sprechen.

    Meistens wird ein Kellner weitere Fragen haben. Wie z.B. „Wie möchten Sie das gebraten haben?“ oder „Möchten Sie Kartoffel oder Salat als Beilage?“ Wenn du für deinen Partner sprichst, wird es schwierig rauszufinden, was dieser eigentlich möchte.

  8. Kellner möchten deinen Freund/in nicht stehlen.

    Nur weil Kellner nett und freundlich sind, heißt das noch lange nicht, dass sie deinen Freund oder deine Freundin abschleppen möchten. Sie sind nur da um ihren Job zu machen. Schau sie also nicht verärgert an, wenn sie diesen erledigen.

  9. Sie können deine Gedanken NICHT lesen.

    Verrate deinem Kellner deine Bedenken. Geh nicht davon aus, dass er es dir an deinem Gesicht abliest. Verrate deine Allergien, Abneigungen von Zutaten oder Unstimmigkeiten mit dem Service. Am besten noch während des Essens, damit sie diese beheben können. Wenn du dich nachdem du die Rechnung bezahlt hast beim Manager beschwerst, wirst du weder einen Rabatt bekommen, noch einen schöneren Abend haben und den Abend des Kellners wirst du bestimmt auch nicht besser machen.

  10. Ersetz nicht jede Zutat.

    Kellner verstehen, wenn du deinen Gesundheitsplan befolgen willst und deshalb statt Pommes Gemüse oder einen anderen Käse in deinem Burger möchtest. Wenn jedoch das Ersetzen in einem absurden Anfragechaos endet und du Dinge bestellst, die nicht einmal auf dem Menü stehen, dann endet der Spaß. Du musst verstehen, dass du in ein Restaurant gehst damit du eben nicht dein eigenes Menü zusammenstellen musst.

  11. Es ist nicht sooo einfach dir eine Runde auszugeben.

    Viele Gäste denken Kellner können frei über gratis Runden entscheiden, oder es ist einfach einen Drink stärker zu machen als vorgesehen. Um das zu machen, müssen Kellner dies ins Computersystem eingeben und dann ihrem Chef erklären, warum gewisse Bestellungen storniert werden müssen, damit der Kellner die Rechnung nicht selbst zahlen muss. Barkeeper haben üblicherweise mehr Freiheit um so etwas zu machen. Kellner haben diese Freiheit nicht, außer sie haben Scheiße gebaut oder du hast bereits eine irrwitzig hohe Summe im Restaurant gelassen. Macht das Sinn?

  12. Kellner machen weder deine Getränke noch dein Essen.

    Ein Restaurant arbeitet als Team. Leider jedoch ist der Kellner das Gesicht für alle Fehler und Missverständnisse. Wenn du dich darüber beschwerst, wie lange deine Getränke dauern, dann kannst du dir sicher sein, dass Kellner sich das gleiche Fragen und an der Bar warten bis sie fertig sind.

    Das Gleiche gilt für Fehler in der Küche. Kellner sind für deine Bestellung und für das Eintippen in den Computer zuständig. Von da an hoffen auch sie, dass die Küche das macht, was du dir vorgestellt hast.

  13. Du kannst dir selbst ausrechnen, wie lange deine Bestellung dauert.

    Wenn du einen Mojito und ein well-done Steak bestellst, kannst du davon ausgehen, dass dies länger dauert um das vorzubereiten als beispielsweise ein Bier und Pommes.

  14. Schnips nicht in die Finger, fass den Kellner nicht an und flüstere nicht wenn du etwas willst.

    Kellner wissen, dass ihr Job nicht unbedingt glorifiziert wird. Durch Respektlosigkeiten machst du deinen Kellner noch mehr herunter. Sie sagen dir ihren Namen, damit du ihn verwenden kannst. Sei höflich und sie werden dich lieben, dass du ihren Job einfacher machst.

  15. Unterbrich den Kellner nicht, wenn er an einem anderen Tisch steht.

    Wenn du das machst, dann beleidigst du nicht nur den Kellner, sondern auch die anderen Gäste.

Eins noch

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Habt ihr Teil 2 schon gelesen? Hier geht es zum zweiten Teil.

 

Bild: Son of Groucho (Flickr)