Das Gastgewerbe muss sich verändern, das steht außer Frage. Aber wer sagt, dass die Veränderung von oben kommen muss? Sie beginnt bei dir! Sei proaktiv und stoße die Veränderung selbst an! Selbstverständlich müssen Vorgesetzte und Chefs bereit sein, die Bedingungen und die Wertschätzung für Mitarbeiter/innen in ihrem Betrieb zu verbessern, doch der Impuls kann und muss manchmal sogar aus dem Team kommen. Vielleicht ist die Führungsebene „betriebsblind“ oder zu starr in alten Strukturen festgefahren, ohne es zu merken…

Im Grunde weiß aber jeder Gastronom: Glückliche Mitarbeiter steigern den Umsatz und machen einen Betrieb langfristig erfolgreicher, also ist das Ganze nicht nur in deinem Sinne, sondern gut für das Team und letztendlich extrem vorteilhaft für deinen Arbeitgeber! Zeige deiner/m Vorgesetzten, dass dir der Betrieb am Herzen liegt und dass man durch einige kleine Änderungen und mit wenig Aufwand Großes in Sachen Mitarbeiterzufriedenheit bewirken kann. Wir stellen dir 12 Ideen vor, die du leicht in deinen Arbeitsalltag einbringen kannst! Mit diesen Vorschlägen zeigst du Eigeninitiative und kannst aktiv etwas bewirken, wenn du mit deiner Arbeitssituation unzufrieden bist.

 1. Transparente Personalorganisation dank digitaler Tools

Transparenz, Mitarbeiter-Partizipation und Flexibilität bei der Organisation der eigenen Arbeit sind das A und O, wenn es darum geht, die Motivation und Zufriedenheit im Team langfristig zu steigern! Und das gilt vor allen Dingen für die Dienstplanung und Urlaubsplanung. Mit einem digitalen Tool zur Personalorganisation können Mitarbeiter/innen online und über eine App Präferenzen für die Dienstplanung abgeben, Urlaub einreichen, Abwesenheiten eintragen (so dass sich direkt eine andere Person auf die offene Schicht bewerben kann) und in ihrem Mitarbeiterkonto alle Daten samt Überstunden, Rest-Urlaubstage etc. einsehen – und das, je nach Anbieter, immer und von überall. So hat das ganze Team den Dienstplan stets vor Augen und das erspart allen eine Menge Stress und Zeit bei der Planung durch Zettelwirtschaft, in Exceltabellen und Whatsapp-Gruppen, allen voran natürlich auch der Teamleitung. Ein sehr gutes Argument, wenn man diese Idee vorbringt!

 2. Digitale Kassensysteme

Viele Gastro-Betriebe setzen mittlerweile auf iPad-Kassensysteme, die on- und am besten auch offline voll funktionsfähig sind. Der Vorteil für den Service: Durch die mobilen Kassen können Kellner die Abrechnung und (Karten-)Zahlung direkt beim Gast vornehmen – das spart Zeit! Außerdem sind bei vielen Anbietern professionelle und anpassungsfähige Raum- und Tischpläne für einen besseren Überblick integriert. Weniger Lauferei macht die Kollegen glücklich!

 3. Staff Exchange: Tapetenwechsel mit Lerneffekt

Ja, diese Idee ist etwas gewagt und leider – zumindest in der Gastronomie – noch nicht allzu oft erprobt, aber sie hat wahnsinnig viel Potenzial: Ein Job-Tausch auf Zeit! Wer an der Entwicklung seiner Mitarbeiter/innen interessiert ist, sollte sie auch mal neue Eindrücke sammeln lassen, beispielsweise in einem ähnlichen Betrieb in Deutschland oder sogar im Ausland. In der Regel kennen Betriebsleiter/innen andere Kollegen und können eventuell einen ein- bis zweiwöchigen Austausch arrangieren, bei dem du etwas lernen und dein neues Wissen in den Betrieb mitbringen kannst. Das Organisatorische ist nicht zu unterschätzen, aber gerade beim Austausch unter Hotelmitarbeitern wäre die Unterkunft ja kein Problem mehr. Sprich es mal an! Vielleicht kommt das für deine Teamleitung in Frage.

 4. Teambuilding Events

Dazu muss man nicht viel sagen… Gemeinsame Unternehmungen machen gute Laune und stärken den Teamgeist! Deiner Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt: Geht zusammen wandern (eine Weinwanderung vielleicht?), bowlen, Paintball oder Lasertag spielen, macht mal bei einem Team-Escape mit oder organisiert selbst ein Kneipen-hopping. Es ist wichtig, auch mal Zeit und Raum für private Gespräche zu haben.

 5. Weiterbildungen & eLearning fördern

Durch Weiterbildungen zeigt die Teamleitung, dass sie an dich und allgemein die Entwicklung der Mitarbeiter/innen glaubt! Die DEHOGA Akademie bietet beispielsweise ein breites Spektrum von Fortbildungen für Personal aus dem Gastgewerbe. Alternativ kann man auch eLearning Angebote an Mitarbeiter/innen weiterleiten oder ein Inhouse-Training durchführen, davon profitiert im besten Fall das ganze Team. Hier ist wichtig, dass es um ein Thema geht, das wirklich für alle relevant ist. Weiterbildungen dürfen nicht zum Zwang oder zur zusätzliche Belastung werden! Sogar die Förderung eines Fernstudiums in größeren Betrieben ist denkbar, beispielsweise zum Food-and-Beverages Manager der Deutschen Hotelakademie oder zum Fachwirt im Gastgewerbe (IHK).

 6. Steuerfreie Mitarbeiterbelohnung

Dein Chef ist ein Sparfuchs? Vielleicht weiß er ja nicht, dass man Mitarbeiter steuerfrei belohnen kann. Beachtet man einige Spielregeln, kann man so jedem Mitarbeiter bis zu €180,00 pro Jahr zusätzlich zukommen lassen. Dies eignet sich zwar nicht als direkte Alternative zur Gehaltserhöhung, wirkt aber wertschätzend und hebt mitunter die Arbeitsmotivation. Passende „Anleitungen“ in Form von Blogeinträgen zu steuerfreien Mitarbeiterrabatten und Mitarbeiterbelohnungen findest du beispielsweise auf dem gastromatic-Blog.

 7. Branchenevents: Messen, Tagungen und und und…

Es gibt für Gastronomen und Hoteliers hunderte Branchenevents. Für Köche ist beispielsweise die ChefSache in Düsseldorf super spannend, um mit Kolleg/innen ins Gespräch zu kommen und einfach mal neue Ideen zu sammeln. Überall wird live gekocht, geschlemmt und verkostet, Inspiration wartet hier an jeder Ecke und das networking kommt auch nicht zu kurz. Wir waren 2016 dabei und es hat uns super gefallen! So ein Trip sollte für dich auch drin sein.

8. Feierkultur im Team etablieren

Klar, es kann nicht ständig gefeiert werden, aber es sollte doch zumindest ein für alle sichtbarer Geburtstagskalender geführt werden und eine kleine Aufmerksamkeit auf das Geburtstagskind warten. Auch Blumen zum Jahrestag oder Geschenke zum größeren Jubiläum im Team sind kleine Aufmerksamkeiten, die viel bewirken können und jedem ein kleines Lächeln aufs Gesicht zaubern. Das kann vom Chef organisiert sein oder aus dem Team kommen, also kannst du hier auf jeden Fall aktiv werden und etwas in Gang setzen!

9. „Schlechter-Tag-Kreis“

Einfach aber wirkungsvoll: Der „Schlechter-Tag-Kreis“ kann eine Strategie gegen Stress sein. Auf einer Magnettafel wird ein großer grüner Kreis und in diesem ein kleiner roter Kreis gezogen. Zusätzlich werden alle Mitarbeiter-Namen mit einem Magnet befestigt, so dass sie verschiebbar sind. Wer – aus welchen Gründen auch immer – einen schlechten Tag hat und sich mies fühlt, schiebt seinen Namen in den roten Kreis oder in seine Nähe. Damit signalisiert man auf stille Weise der Teamleitung sowie den Kollegen, dass man nicht in Bestform ist. Das macht manche Dinge gegebenenfalls verständlicher fürs Team!

10. Interne Gutschein-Karten: spontan Leistungen wertschätzen

Diese Maßnahme ist simpel, aber super umsetzbar! Teamleiter geben diese Karten (die am besten wertig aussehen sollten oder in Form eines Gutscheins gestaltet sind) an Mitarbeiter/innen, wenn sie sehen, dass diese gute Arbeit leisten. Sie schreiben auf, was sie beobachtet haben und was ihnen daran gefällt. Der/die Mitarbeiter/in kann diese Karte zu einem selbst gewählten Zeitpunkt für sich selbst vorteilhaft einsetzen (beispielsweise, wenn man bei wenig Betrieb mal früher Feierabend machen möchte).

11. Neuen Job suchen!

Radikal aber konsequent: Wenn der Arbeitgeber keinerlei Anstalten macht, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und jeden konstruktiven Vorschlag in der Luft zerreißt, musst du dich wohl oder übel nach anderen Stellen umschauen. Irgendwann muss man eben die Reißleine ziehen. Bleibe am besten in deiner alten Anstellung, solange du keine verbindliche Zusage hast, es sei denn die Situation ist wirklich unerträglich. Aber auf jeden Fall darfst du den Kopf nicht in den Sand stecken, denn es gibt sie: die am Wohl der Mitarbeiter interessierten Chefs und Chefinnen. Du musst nur den richtigen Betrieb für dich finden!

12. Oder: Mach es selbst(ständig) besser!

Du hast schon oft den Job gewechselt und bisher fast nur schlechte Erfahrungen gemacht? Dir schwebt schon lange vor, mit deinem eigenen Gastro-Konzept durchzustarten? Dann wage einfach den Schritt. Es gibt demnächst auch eine tolle Möglichkeit, eine Selbstständigkeit drei Monate lang durchzuspielen und sich und sein Konzept zu testen. Wir wünschen dir viel Erflog und hoffe, dass du dir diese Tipps auch zu Herzen nimmst, wenn du mal Chef/in bist.

 

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